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biere HannoverFestbier
Bevor wir das Bier als solches beschreiben, muss erwähnt werden, dass man es als norddeutsche Brauerei tunlichst vermeiden sollte, sein Bier „Oktoberfestbier“ zu nennen, denn diese Namensgebung haben sich die Münchner Brauereien schützen lassen. Dabei ist es nicht von Bedeutung ob es sich um Originalrezepte handelt oder nicht. Im Fall des HannoverFestbieres der HBX handelt es sich um ein solches Originalrezept, dass unser Braumeister während seines Studiums in Bayern auf legalen, aber äußerst spannenden Wegen erwarb.


Das Oktoberfestbier oder auch Wies´n Bier genannt ist eine bayerische Bierspezialität, die nur in der letzten September- und ersten Oktoberwoche auf dem Münchner Oktoberfest ausgeschenkt wird. Es handelt sich um ein untergäriges, vollmundig und süffiges Bier mit einer angenehmen, aber nicht sehr starken Hopfenblume.
Ursprünglich schenkte man zu Beginn des Oktoberfestes die „Reste“ des Märzenbieres aus, welches bekanntlich stärker ist (siehe Beschreibung: „HannoverMärzen).
Das gehaltvolle Getränk passt hervorragend zu deftigen Schmankerln wie Schweinshaxen, Weisswürsten oder Leberkäse und Radi. Diese Speisen, im Fall der HBX aus der Fleischerei Reese im Sonnenweg, sollte man sich auch unbedingt genehmigen, denn auf nüchternen Magen wirkt das Bier bei ungeübten Bierfreunden äußerst kopflastig. Selbstverständlich wird das Bier nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516 gebraut - es dürfen auch nur Brauereien aus dem Münchner Stadtgebiet ihr Bier auf dem Oktoberfest anbieten, es sei denn ein Hannoveraner nennt es HannoverFestbier.

Vier Jahre nach der Erhebung Bayerns zum Königreich fand am 12. Oktober 1810 die Vermählung des Kronprinzen Ludwig, des späteren König Ludwig I., mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen statt. Die offiziellen Feierlichkeiten zur Hochzeit dauerten fünf Tage und wurden im Sinne einer großen Ovation an das Herrscherhaus des jungen Königreiches inszeniert. Glänzend und populär zugleich gingen die Feierlichkeiten über die Bühne, die ganz München war. Parade der Schützen der Nationalgarde und der bürgerlichen Schützengesellschaften, Illuminationen und Musik, Essen und Trinken, Pauken und Trompeten – ein riesiges Festtreiben belebte die Münchner Innenstadt. Volksnähe demonstrierte die Dynastie der Wittelsbacher und dankte damit zugleich ihren Untertanen, die durch die Anbindung an Frankreich und die daraus resultierenden Kriege, durch Gebietserweiterungen und verwaltungstechnische Neuorganisation auf eine harte Geduldsprobe gestellt wurden. Ein großes Fest als Identitätsstifter für die Neubayern und als Ausrichtung auf die Haupt- und Residenzstadt München und das bayerische Herrscherhaus kam da gerade recht.
Die bereits damals als „Volksfest“ bezeichneten Feierlichkeiten in der Innenstadt wurden am 17. Oktober mit einem Pferderennen auf einer Wiese vor den Toren Münchens beendet. Die allerhöchste Erlaubnis zu diesem Wettkampf erwirkten „bey der Cavallerie-Division der National-Garde dritter Klasse eingereihten Individuen“ unter Major Andreas von Dall’Armi. Der anwesenden Königsfamilie huldigten Kinder in bayerischen Volkstrachten mit Gedichten, Blumen und Früchten des Landes. Zu Ehren der Braut wurde die Festwiese „Theresens-Wiese“ getauft. So heißt der Oktoberfestplatz noch heute: „Theresienwiese“ - im Münchner Sprachgebrauch kurz „die Wiesn“ genannt. Das anschließende Pferderennen gewann der Nationalgarde-Kavallerist und Lohnkutscher Franz Baumgartner, der angeblich diese Veranstaltung auch anregte. Mit dem Pferderennen von 1810 sollte das berühmte „Scharlachrennen“, das letztmals 1786 auf der Münchner Jakobidult abgehalten wurde, wieder aufleben.

Von Bierbuden zu Bierburgen

In kleinen Buden, deren Zahl rasch stieg, konnten sich die Besucher mit
Bier versorgen. Die ersten großen Bierburgen wurden ab 1896 von
unternehmungslustigen Wirten in Zusammenarbeit mit den Brauereien aufgestellt; bis heute konnten übrigens die Münchner Brauereien ihr Monopol für den Bierausschank auf dem Oktoberfest bewahren. Bald wurden auch zünftige Brotzeiten und deftige Münchner Schmankerl feilgeboten und so entstand die Wirtsbudenstraße, die für Leib und Seele bis heute alles bietet, was der Besucher zum Oktoberfest-Glück braucht.




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Hier die „technischen Daten“ vom HannoverFestbier.

Untergäriges, goldgelbes Festbier
Alkohol: 6,3 Vol.%
Stammwürze: 14,5 %
Kalorien: ca. 55-60 kcal/100 ml

Beschreibung:

Beim Originalrezept des Festbieres der HBX erkennt der Bierliebhaber die satte dunkelgelbe Farbe, und eine helle feinporige Blume.
Der Geruch ist auffällig Bierig und der Antrunk stark im Geschmack; ein höchst malzaromatisches Bier. Die erste Rezenz ist angenehm weich wegen des moderaten CO 2 –Gehaltes und der Haupttrunk zeigt einen starken Körper der bereits klar zu erkennen gibt, dass dies kein Getränk für einen Kindergeburtstag sein kann. Im Abgang ist es angenehm weich und der Fachmann schmeckt sofort die interessante Hopfennote die nur von einem Hallertauer Hopfen stammen kann, nämlich der Hallertauer Perle .
Ein Gedicht dieses Bier, jedoch auch hier der Hinweis:

Don´t drink and drive

Warnung vom Wirt:
HannoverFestbier ist ein stärkeres Bier und bereits nach einer üblichen Menge, hat der Konsument eine Reisegeschwindigkeit die beachtlich ist.

O´zapft is !

untergärigst,
Ihr Stadtbraumeister
Bernd Kirsch
und das gesamte HBX-Team